Kreativität

Kreativität

Kinder ihre natürliche Kreativität ausleben zu lassen, fördert deren Intelligenz.

Dadurch, dass die Kinder im freien Spiel auf die Möglichkeiten, die in ihnen stecken und die der Wald bietet, angewiesen sind, haben sie die Chance, für eine „Aufgabe“ viele verschiedene Lösungsmöglichkeiten zu suchen, zu finden, zu überdenken, abzuwägen und gegebenenfalls umzusetzen.

Die Kinder setzen die Naturmaterialien, die nicht zweckgebunden sind, phantasievoll ein. Ein Stock kann so zum Beispiel ein Schwert, ein Kochlöffel, eine Schlange, ein Föhn, ein Stift, ein Feuerwehrschlauch, eine Schranke, und unendlich viel mehr sein. An dieser Stelle möchten wir auf den Zusammenhang von Kreativität und Intelligenz hinzuweisen. Durch kreatives Denken und Handeln bilden sich im Gehirn vermehrt Synapsen, die auch im späteren Leben Denkkapazitäten bieten.

Die Kreativität im Spiel ist auch spielerische Vorsorge gegen Stress. Kinder, die die Möglichkeit hatten, kreativ zu spielen, sind auch im Erwachsenenalter nicht so anfällig für Stress. Ob eine Aufgabe als Herausforderung oder als Überforderung empfunden wird, ist von der Übung im Kinderspiel abhängig. Spielende Kinder lernen, Ideen zu entwickeln und diese zu verwirklichen. Sie nehmen Misserfolge selbstverständlicher hin, meist ohne sich dabei zu entmutigen, entwickeln neue Strategien, um ihr Ziel zu verwirklichen, lernen Kompromisse einzugehen, stellen sich verschiedene Möglichkeiten vor, um ihr Ziel zu erreichen, wägen ab, wann und wofür sie Hilfe brauchen, können Hilfe einfordern und annehmen, müssen Spielpartner für ihre Idee gewinnen und sich damit auseinander setzen.

Die Aufzählung ließe sich noch weiter fortführen, aber es ist hoffentlich bis dahin schon deutlich geworden, wie stark die im Waldkindergarten gelebte Kreativität Lern- und Lebenskompetenz fördert. Erwähnt werden sollte noch, dass kreative Kinder eine sehr große Bereitschaft haben, sich anzustrengen: heutzutage nicht mehr selbstverständlich, aber durchaus hilfreich.